Praxisfieber

Liebe Kolleginnen, liebe Mitarbeiterinnen,

schon lange wollten wir in der Redaktion mehr als zweimal im Jahr ein Praxisfieber-Heft herausgeben. Doch es ist ein weiter Weg von der Redaktionskonferenz mit Festlegung der Themen, dem Einsammeln der Beiträge, dem Erstellen des Layouts und dem Druck bis es endlich zum Versand kommt und das Heft bei Ihnen auf dem Schreibtisch liegt.

Und so kamen wir auf die Idee: Lasst es uns doch mit einem Newsletter versuchen – kurz und knapp aktuelle Infos und das Ganze per Mail verschickt.

Das Ergebnis halten Sie nicht in den Händen, sondern sehen es vor sich auf dem Bildschirm Ihres PCs, Laptops, Tablets oder Smartphones: Die erste Ausgabe unseres Newsletters, der zukünftig zweimal im Jahr erscheinen soll!

Die vorliegende „Pilotausgabe“ hat schon alles, was auch die nachfolgenden Newsletter mitbringen sollen:
Aktuelle Termine zu Fortbildungen und Kongressen, News und Berichte über BVKJ-Aktivitäten, Updates zu Selektivverträgen, interessante Fachbeiträge für MFA und vor allem viele Möglichkeiten zum Mitmachen und Dabeisein. Legen Sie los, denn Ihre Stimme zählt!

Für uns ist 2015 ein echtes Jubiläumsjahr: Vor kurzem haben Sie die die zwanzigste Ausgabe von „Praxisfieber“ erhalten und im Juni findet unser Kongress „PRAXISfieber-live“ zum zehnten Mal statt. Grund genug, auch einmal DANKE zu sagen:

  • allen MFA und Praxismitarbeiterinnen, die jedes Jahr an unserem Kongress teilnehmen und die uns durch ihre Anregungen, Wünsche und kritischen Anmerkungen anspornen, nicht nur den Kongress sondern auch unser Heft mit jeder Ausgabe etwas besser zu machen,
  • dem bvkj, der uns dies alles ermöglicht und
  • Christel Schierbaum und Eva Ebbinghaus als unermüdliche Ideengeberinnen, Organisatorinnen und Sponsorenfinderinnen, um das alles auch zu finanzieren.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen

Doris Schrage, Dr. Michael Mühlschlegel und das Redaktionsteam

P.S.: Unser neuer Newsletter gefällt Ihnen: wir freuen uns!
Sie finden ihn ganz gut, aber Sie vermissen das eine oder andere?
Dann schreiben Sie uns: eva.ebbinghaus@uminfo.de
Sie möchten auch gerne mitmachen? Noch besser – kurze E-Mail genügt – wir freuen uns über jedes neue Gesicht.


News

Fortbildung

MFA im Einsatz

Wissenswertes aus der Industrie



 

News

Wir fahren nach Berlin – 10 Jahre PRAXISfieber-live

12. bis 14. Juni 2015

Als 2006 der erste PRAXISfieber-live-Kongress für MFA stattfand, wurde die Veranstaltung zum Überraschungserfolg: Die Kongressleitung hoffte vorsichtig auf rund 100 TeilnehmerInnen – gekommen sind fast 500. Nichtsdestotrotz konnte sich damals noch niemand vorstellen, was dieses Jahr Wirklichkeit wird: Der Kongress findet inzwischen zum zehnten Mal statt! Das Erfolgsgeheimnis ist nicht zuletzt die inspirierende Mischung aus Weiterbildung, hilfreichen Tipps für den Praxisalltag und, last but not least, entspanntem Austausch und Freizeit, die Sie als MFA ausnahmsweise ganz unter sich verbringen können.

PRAXISfieber-live

Dieses bewährte Konzept erwartet Sie auch auf dem diesjährigen PRAXISfieber-live-Kongress: Erleben Sie spannende Vorträge, etwa zum Themenschwerpunkt „Seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ oder das Lunchsymposium „MFA: Von der Impfberaterin zur Impfmanagerin“, lernen Sie die Chancen und Herausforderungen kennen, vor die neue Medien die Kinderarztpraxis stellen und besuchen Sie zahlreiche Seminare, die Ihnen praxisorientierte Hilfen für den Arbeitsalltag geben – von der Bewältigung des Praxisalltags über den Telefonleitfaden bis zu Englischkenntnissen für MFA ist alles dabei!

Natürlich kommen auch der Austausch mit den KollegInnen und ein attraktives Freizeitprogramm nicht zur kurz: Am Freitagabend starten wir mit einem gemütlichen Get together im Estrel Sommergarten, gefolgt von der traditionellen Kongressparty am Samstagabend. Und 10 Jahre PRAXISfieber-live! sind unserer Ansicht nach ein sehr guter Grund zu feiern…

» Melden Sie sich jetzt hier an.

Wir freuen uns auf Sie!


 

Helfer für Superhelden in Sicht?

Über 100.000 Stimmen für eine/n Kinder- und Jugendbeauftragte/n im Bundestag

Unter dem Motto „Auch Superhelden brauchen Helfer“ hatte die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DAKJ) eine Petition mit der Forderung nach einem Kinder- und Jugendbeauftragten beim Deutschen Bundestag eingereicht. Für die Einführung dieses Amtes setzen sich Ärzte, Politiker und Verbände bereits seit vielen Jahren ein. Die Aufgaben eines oder einer Kinder- und Jugendbeauftragten sind es, die Rechte, Interessen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen im politischen und öffentlichen Leben stärker in den Mittelpunkt zu rücken und für eine bessere Durchsetzung des international geforderten Vorranges des Kindeswohls zu sorgen.

Kinderbeauftragter

Noch immer sind in Deutschland viele Kinder von Armut, geringen Bildungschancen und einer schlechten Gesundheitsversorgung betroffen. Ein/e Kinder- und Jugendbeauftragte/r soll, unabhängig und nicht weisungsgebunden, für diese Belange eintreten und gleichzeitig als Ansprechpartner/in für Kinder, Jugendliche, Eltern und KinderrechtsvertreterInnen fungieren. 50.000 Stimmen waren bis zum Stichtag am 23. März 2015 notwendig, um zu erreichen, dass der Bundestag öffentlich über die Petition beraten wird. Dieses Ziel wurde bereits am 17. März mit rund 60.000 Stimmen deutlich überboten, bis zum gesetzten Termin kamen sogar über 100.000 Stimmen zusammen. Seither wächst die Zahl der Stimmen stetig weiter, noch immer kann man für die Petition stimmen. Die öffentliche Anhörung der Petition wird nun aller Voraussicht nach am 15. Juni 2015 stattfinden. Weitere Infos und Unterschriftenlisten gibt es auf www.dakj.de.


 

Fortbildung

Paediatrice

Fort- und Weiterbildung ist entscheidend für den beruflichen Erfolg – auch für Sie als MFA! Die Fortbildungsreihe „Paediatrice“ vermittelt in fünf Blöcken aktuelle Inhalte rund um Kinder- und Jugendmedizin ebenso wie administrative Inhalte. Inzwischen ist die Veranstaltungsreihe, die es seit den 1990er Jahren gibt, eine echte Instanz. Werden auch Sie MFA mit Paediatrice-Zertifikat!

» Alle Termine immer aktuell und die Anmeldung finden Sie hier.

Termin Uhrzeit Ort Thema
20.05.2015 13:00–19:30 Hamburg Block A
10.10.2015 10:00–14:30 Berlin Block B
28.10.2015 09:45–17:00 Stuttgart Block D
07.11.2015 09:00–15:00 Frankfurt Block C
07.11.2015 09:00–16:00 Mechernich Block D
21.11.2015 09:00–15:00 Freiburg Block E

 

"Immer etwas Neues" 2015 – Update für das gesamte Praxisteam

Sie möchten sich gemeinsam als Praxisteam fortbilden? Dann ist die Veranstaltungsreihe „Immer etwas Neues“ das Richtige für Sie! Untenstehend finden Sie die nächsten Termine.

Termin Veranstaltungsort
20.05.2015 Neu-Isenburg, Holiday Inn
29.07.2015 Fürth, Stadthalle Fürth
19.08.2015 Leverkusen, Forum Leverkusen
09.09.2015 Berlin, VKU-Forum
16.09.2015 Verden, Niedersachsenhof
23.09.2015 Erfurt, Victor’s Residenz-Hotel
30.09.2015 Hamburg, Hotel Lindner am Michel
21.10.2015 München, Konferenzzentrum
25.11.2015 Nürtingen, K3N Stadthalle Nürtingen
02.12.2015 Münster, Stadthalle Hiltrup

Weitere aktuelle Termine finden Sie auf www.bvkj.de/MFA bzw. www.bvkj.de/Kongresse.
Das Programm für PRAXISfieber-regio finden Sie unter www.paediatreff.de.


 

Fortbildung zur Präventionsassistentin in der Kinder- und Jugendarztpraxis

– anerkannt von der Bundesärztekammer –

Die Deutsche Akademie für Prävention und Gesundheitsförderung, DAPG e. V., bietet die Fortbildung zur Präventionsassistentin für med. Fachangestellte und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen deutschlandweit an. Die Teilnehmerinnen erlernen und vertiefen fachliche Kenntnisse zu verschiedenen Präventionsthemen in der Kinder- und Jugendmedizin, wie z. B. zur Allergie-, Unfall- und Tabakrauchprävention, aber auch zu Themen wie Impfen, gesunder Babyschlaf und bewegtem Alltag. Durch die Fortbildung von Fachpersonal kann der Arzt/die Ärztin im Praxis- bzw. Klinikalltag entlastet und der wachsende Bedarf an beratender Präventionsarbeit in der Kinder- und Jugendmedizin gedeckt werden.

Termine 2015

Kursstandort Kursbeginn
Bochum 19. + 20.06.2015
Berlin 10. + 11.07.2015
Reutlingen 25. + 26.09.2015
Bad Orb 10. – 14.10.2015

Des Weiteren bietet die DAPG e. V. in Kooperation mit dem Netzwerk Junge Familie Tagesseminare zu dem Thema „Primäre Allergieprävention“ und „Säuglingsernährung“ an.

NEU ist auch die Zusammenfassung der Aufbauseminare „Primäre Allergieprävention“, „Kind & Sicherheit“ und „Sicherung des Kindeswohles“ zu dem Modul ERWEITERTE PRÄVENTION im Kindes- und Jugendalter (42 UE), das nach beantragter Anerkennung durch die Bundesärztekammer im Wahlteil Medizin / Fachbereich Pädiatrie für die Aufstiegsqualifikation „Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung“ angerechnet werden kann. Die Fortbildung richtet sich an Medizinische Fachangestellte, Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen und andere Fachkräfte, die mit Kindern und/oder deren Eltern arbeiten.

Aktuelle Termine und Seminargebühren finden Sie auf den Internetseiten:
» www.dapg.info
» www.gesund-ins-leben.de


 

MFA im Einsatz

Wichtige Informationen der BVKJ-Service GmbH zu Selektivverträgen

1. Vertrag mit der DAK-Gesundheit
Wie bereits bekannt, haben wir seit dem 01.07.2014 einen Vertrag mit der DAK-Gesundheit über U10/U11 und J2 sowie das Amblyopiescreening. Leider ist das Abrechnungsvolumen für diese Kasse noch nicht sehr hoch. Bitte denken Sie auch an diesen Vertrag, bei dem keine Arzteinschreibung und keine Versicherteneinschreibung notwendig ist.

2. Vertrag mit der Bosch BKK
Auch mit der Bosch BKK besteht seit letztem Jahr ein Vertrag, der insbesondere für die Kinder- und Jugendärzte in den Regionen, wo die Firma Bosch Firmenvertretungen hat, von großem Interesse sein dürfte. Auch hier sind die Vorsorgen U10/U11 und J2 sowie das Amblyopiescreening vereinbart.

Die Vertragstexte sowie alle erforderlichen Formulare finden Sie in unserem Ordner „Krankenkassenverträge“ in Praxisfieber.

3. Vertrag mit der BARMER GEK
Seit dem 01.01.2015 ist in diesen Vertrag das Amblyopiescreening (einmalige Durchführung im Alter von 5–27 Monaten) aufgenommen.

Leider müssen wir wieder darauf hinweisen, unbedingt Doppelabrechnungen (PaedCheck-Vorsorge im Selektivvertrag und gleichzeitig Vorsorge im Kollektivvertrag) zu vermeiden. Wir sind jedes Quartal mit Berichtigungsanträgen von über 100.000 € konfrontiert!

4. Abrechnungsdienstleister
Mit Schreiben vom 17.03.2015 haben wir alle Praxen darüber informiert, dass wir den Vertrag mit unserem bisherigen Abrechnungsdienstleister CGM zum 30.06.2015 gekündigt haben. Diesem Schreiben beigefügt waren Informationen des neuen Abrechnungsdienstleisters HCMB über den Service, der von ihm zur Unterstützung der Arztpraxen angeboten wird. HCMB wird mit der Abrechnung ab dem 1. Juli 2015 (also ab dem 3. Quartal 2015) beauftragt. Im Juni 2015 werden wir in allen Bundesländern Informationsveranstaltungen durchführen, in denen HCMB ausführlich über die neuen Abrechnungsmodalitäten informieren wird. Die Termine werden wir zeitnah bekanntgeben.

Wir sind uns bewusst, dass eine solche Umsetzung nicht einfach ist und vorübergehend eine zusätzliche Belastung für Ihr Praxisteam sein wird.
Wir sind uns aber sicher, dass Sie schnell erkennen werden, welche Vorteile das neue System bietet. Bitte unterstützen und helfen Sie uns konstruktiv, dass dieses große Projekt zu einer positiven Umsetzung der Seletkivverträge in Ihren Praxen führt! Wir bedanken uns bereits im Voraus für Ihre Unterstützung!


 

Neuer Praxis-Knigge geplant – Ihre Wünsche zählen!

Was gehört sich und was nicht?

Eine Kinderarztpraxis kann bisweilen ein echter Zoo sein – die MFA wissen das am allerbesten. Kinder brüllen, Eltern manchmal ebenso, Käsebrote fliegen durch die Luft, per Mobiltelefon wird das Ganze mit der besten Freundin diskutiert und gekrönt wird die Situation von dem untrüglichen Aroma voller Windeln, das aus dem Wartezimmermülleimer emporsteigt. Klar, das Eine oder Andere lässt sich nur schwer verhindern, doch ein paar grundsätzliche Regeln machen auch in der Praxis das Miteinander etwas leichter. Aus diesem Grund gibt es seit einigen Jahren die bewährten „Praxisregeln“ als Plakate für Sprech- und Wartezimmer. Diesen kleinen „Praxis-Knigge“ möchten wir nun, gemeinsam mit Ihnen, auf den neuesten Stand bringen.

» Plakat „Praxisregeln“ für Sprechzimmer (PDF)
» Plakat „Praxisregeln“ für Wartezimmer (PDF)

Doch welche Regeln haben sich bewährt, welche sind eher überflüssig? Lassen Sie uns wissen, welche Hinweise Sie am wichtigsten finden, welche Sie vermissen und welche vielleicht auch gestrichen werden könnten. Wir freuen uns auf Ihr Feedback und Ihre Praxisregeln!

» zur Umfrage „Praxisknigge“


 

Im Fokus: Masern und Impfpflicht

2011 hatten sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und 53 europäische Staaten geeinigt, die Masern bis 2015 auszurotten. Doch ein Blick in die Berichterstattung der letzten Wochen zeigt, dass wir in Deutschland weit von diesem Ziel entfernt sind: Allein in Berlin erkrankten von Oktober 2014 bis Ende Februar 2015 knapp 600 Personen an Masern, ein Kleinkind ist bereits daran verstorben.

Was sind Masern?
Masern sind eine hoch ansteckende Viruserkrankung. Die Übertragung erfolgt durch Direktkontakt über Tröpfchen.

Wie verlaufen Masern?
Nach einer Inkubationszeit von 8 bis 12 Tagen kommt es zu Fieber und Schnupfen, Halsschmerzen, Heiserkeit, Konjunktivitis und trockenem Husten; nach kurzem Fieberabfall kommt es 3 bis 4 Tage später zu einem erneuten hohen Fieberanstieg und Beginn des makulopapulösen Exanthems, das hinter den Ohren und im Gesicht beginnt und sich dann rasch über den ganzen Körper ausbreitet; nach dem 3. Exanthemtag sinkt das Fieber rasch und das Exanthem verschwindet. Die Erkrankten sind 3 bis 5 Tage vor Exanthemausbruch und bis 4 Tage danach infektiös.

Warum sind Masern so gefährlich?
Masern unterdrücken das Immunsystem etwa 6 Wochen lang. Als Folge kommt es häufig zu bakteriellen Zweitinfektionen wie Pneumonie und Otitis media und zur Aktivierung chronischer Krankheitsprozesse wie TBC. Zudem treten oft Komplikationen im zentralen Nervensystem auf: Die akute Masernenzephalitis beginnt typischerweise 1 bis 15 Tage nach Exanthemausbruch und hat auch heute noch eine Sterblichkeit von bis zu 15 Prozent, in bis zu 30 % der Fälle kommt es zur Defektheilung. Selten, aber gefürchtet, da meist mit tödlichem Ausgang, ist die bleibende Masernvirusinfektion des Gehirns, die SSPE, die nach 6 bis 8 Jahren klinisch auffällt.

Wie kann man sich vor Masern schützen?
Schutz vor Masern bietet die zweimalige Impfung gegen Masern, üblicherweise als Kombi-Impfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken am Ende des ersten Lebensjahres. Deshalb gehört zu einem guten Impfmanagement auch die ständige Überprüfung der Impfpässe der Patienten. Nur so kann sicher festgestellt werden, ob alle wichtigen Impfungen vorliegen.


 

Aktuelle Umfrage:

Sind Sie für eine Impfpflicht – Ja oder nein?

Gefährdet sind durch Masern vor allem Säuglinge und alle immungeschwächten Patienten oder solche Patienten, die nicht mit Lebendimpfstoffen wie Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken geimpft werden können und deshalb darauf angewiesen sind, dass ein möglichst großer Anteil der übrigen Bevölkerung (über 95 %) geimpft ist, so dass der Masernerreger nicht zu ihnen durchdringen kann. Dieses Prinzip eines „Schutzwalls“ aus geimpften Personen nennt man Herdenschutz. Um diesen Herdenschutz zu stärken, denken Politiker und viele Ärzte derzeit auch über die Einführung einer Impfpflicht nach, wie es sie z. B. bereits von 1874 bis 1975 für die Pockenimpfung gab.

Eine Alternative zur Impfpflicht fordert derzeit beispielsweise der BVKJ: Alle Kinder, die eine überwiegend staatlich finanzierte Kita oder Schule besuchen, müssen einen Impfnachweis vorlegen; Kinder, die die Impfung gegen Masern nicht haben, müssen in eine private Einrichtung gehen.

Was ist Ihre Meinung zur Impfpflicht?

» Beteiligen Sie sich hier an unserer anonymen Meinungsumfrage.


 

MediKid – neue Kinder-Gesundheits-App für Eltern und MFA

Die Kinder-Gesundheits-App „MediKid“ ist die ideale Ergänzung zum Telefonleitfaden „Wie kann ich Ihnen helfen?“ der BVKJ Service GmbH für die MFA in der Kinder- und Jugendarztpraxis. Bei MediKid finden Eltern und MFA alles Wesentliche zu Erkrankungen und ihren Symptomen nach dem Schema: „Was hat das Kind? Was kann ich tun? Wann muss das Kind zum Arzt?“

Die App enthält Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen, Notfallmaßnahmen, Impfungen und vielen weiteren Themen. Eltern können den Krankheitsverlauf ihres Kindes dokumentieren und werden an Vorsorge- und Impftermine erinnert.

MediKid ist verlagsunabhängig, vertritt keine Interessen Dritter und ist aus privaten Mitteln finanziert. MediKid speichert sämtliche Daten ausschließlich auf dem Endgerät des Nutzers. Die App ist im AppStore für 2,99 € und bei Google play für 2,69 € erhältlich.

» Weitere Informationen auf www.medikid.de.


 

Wissenswertes aus der Industrie

Schutz durch RSV-Prophylaxe

„Frühchen liegen mir besonders am Herzen“

Andrea Hettkamp ist MFA und arbeitet in der Kinder- und Jugendarztpraxis Raffi Bedikian in Oberhausen. Dort kümmert sie sich vor allem um frühgeborene Kinder – insbesondere um die RSV-Prophylaxe (RSV: Respiratorisches Syncytial Virus) mit Palivizumab (Synagis®).

Als wir angefangen haben, die RSV-Prophylaxe in der Praxis durchzuführen, hatte ich zunächst Angst, bei der Zubereitung etwas falsch zu machen. Synagis® wird wie eine Impfung zubereitet und doch ist es etwas anders, da es sich um eine passive Immunisierung handelt. Jährliche Fortbildungen haben mir sehr geholfen und die Unsicherheit genommen. Inzwischen bereitet es mir viel Freude, auf die Eltern zuzugehen, ihnen alles zu erklären und als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen.

Kommen „Frühchen“ zu uns in die Praxis, wird zunächst der Entwicklungsverlauf nachvollzogen und anhand vorliegender Diagnosen entschieden, ob das Kind für die Immunisierung durch die RSV-Prophylaxe in Frage kommt. Passen alle Kriterien, klärt Dr. Bedikian die Eltern auf – für alles andere bin ich zuständig. Dabei ist ein offenes Ohr für die Eltern und ihre Sorgen entscheidend.

Unterstützung durch eine Frühchen-MFA

Ein Frühchen ist immer eine psychische Belastung für die Eltern. Hier unterstütze ich, indem ich den Eltern die Verwaltung und Organisation abnehme. Ich schreibe ihnen die nächsten Termine auf und sie bekommen den Immunisierungsplan für Synagis® von mir, so dass sie sich um gar nichts kümmern brauchen. Dass alles in einer Hand bleibt, ist vor allem ein organisatorischer Vorteil und sorgt für einen reibungslosen Ablauf.

Frühchen sind Risikopatienten

Die Kinder kommen hier in ein separates Wartezimmer und werden bevorzugt behandelt – das ist praktisch wie eine eigene Sprechstunde. Gerade in den Wintermonaten gilt es, zusätzliche Risiken zu vermeiden, da die Kinder einfach anfälliger als andere sind.

Ich kann aus eigener Erfahrung von den Ängsten und Sorgen berichten, die Frühchen-Eltern haben. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, wie sich die ehemaligen Frühchen entwickeln und gut durch den Winter kommen. Die RSV-Prophylaxe mit Synagis® ist meiner Meinung nach eine sehr gute Option, kleine Erdenbürger zu schützen.

Ablauf RSV-Prophylaxe mit Synagis®:

  • Verlaufserklärung zur RSV-Prophylaxe
  • Erarbeitung des Immunisierungsplans
  • Bestellung: Mengen werden anhand des Gewichts bestellt; bei „unklarem Gewicht oder evtl. Gewichtsüberschreitung“ (gemäß Dosierkompass) Synagis® auf Kommission bestellen
  • Aufbewahrung: Palivizumab (Synagis®) mit Namen des Kindes versehen im Kühlschank aufbewahren
  • Vorbereitung: Palivizumab (Synagis®) aus dem Kühlschrank nehmen und Gewicht des Kindes ermitteln; mit Dosierkompass zu verabreichende Menge ermitteln; nach ärztlicher Untersuchung und entsprechend „grünem Licht“ Vorbereitung und Verabreichung

 

Kleiner Piks mit großer Wirkung – Impfen in der Kinderarztpraxis

Neue Impf-Initiative mit Infos für die MFA

Durch die hohe Anzahl an Masernausbrüchen in Deutschland in diesem Jahr ist das Thema Impfen aktueller denn je: Besorgte Eltern kommen gerade jetzt mit vielen Fragen rund ums Impfen in die Kinderarztpraxis. Welche Impfungen werden empfohlen, soll mein Kind wirklich geimpft werden und wie oft muss ich eigentlich impfen? Medizinische Fachangestellte sind für solche Fragen oft die ersten Ansprechpartner der Eltern. Aus diesem Grund sollten ihnen genügend Informationen zur Verfügung stehen, um kompetent beraten zu können.

Impfempfehlungen der STIKO

Während Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus oder Polio den meisten Eltern noch aus der eigenen Kindheit bekannt sind, wurden andere Impfungen erst in den letzten Jahren in die Empfehlungen der STIKO (Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut) aufgenommen. Hierzu gehörten zum Beispiel die Impfung gegen Pneumokokken. Dies sind Bakterien, die durch Tröpfcheninfektion zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen werden können. Aufgrund des noch nicht vollständig ausgeprägten Immunsystems können die Erreger gerade für kleine Kinder gefährlich werden, da sie neben schmerzhaften Mittelohrentzündungen auch schwerwiegende Erkrankungen wie Lungen- oder Hirnhautentzündungen sowie Blutvergiftungen auslösen können.

Um einen langfristigen Impfschutz aufzubauen, ist es wichtig, das Impfschema einzuhalten. Für die Grundimmunisierung gegen Pneumokokken empfiehlt die STIKO beispielsweise vier Impfdosen, wobei die erste bereits nach dem vollendeten zweiten Lebensmonat, die drei weiteren nach dem dritten, vierten und zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat erfolgen sollten. Bei der Vielzahl an Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren verlieren manche Eltern leicht den Überblick. Hier können MFA initiativ werden und an die notwendigen Impftermine erinnern.

MFA spielen in der Praxis eine entscheidende Rolle

Impfmanagement ist ein wichtiges Thema in der Kinderarztpraxis, bei dem MFA eine entscheidende Rolle einnehmen: Dazu gehört z. B. die Kontrolle der Impfpässe bei jedem Kinderarztbesuch, die Feststellung, welche Impfungen notwendig sind und die Vergabe der Impftermine. Impfen hat viele Aspekte – vom idealen Management in der Praxis bis zum Gesamtüberblick über die einzelnen Impfungen und Infektionskrankheiten.

Um den Überblick zu behalten, bietet Pfizer Unterstützung für MFA: Lassen Sie sich von der kommenden Impf-Initiative überraschen! Es erwartet Sie Interessantes, Wissenswertes und Unterhaltsames rund um das Thema Impfen in der Kinderarztpraxis.


Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie bitte eine entsprechende E-Mail an bvkj.buero@uminfo.de.


PRAXISfieber – Magazin für Medizinische Fachangestellte in der Kinder- und Jugendarztpraxis
wird herausgegeben durch den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.
Mielenforster Straße 2, 51069 Köln • Telefon: 0221-69809-0 • E-Mail: bvkj.buero@uminfo.de
www.bvkj.dewww.praxisfieber.dewww.kinderaerzte-im-netz.de

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln, Geschäftsnr. VR 10647 eingetragen.
Vertretungsberechtigt ist der Präsident: Dr. Wolfram Hartmann • Umsatzsteuer-Identifikationsnr: DE 122 947 647